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  Mai 2009


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8. Jahrgang - Nummer 2 - Mai 2009

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Wasser marsch in der Halle am Fernsehturm!
Internationales Feuerwehrmuseum an der Hamburger Allee eingeweiht


Die 5000 Quadratmeter große Halle am Fernsehturm - seit dem 26. April hat sie einen neuen Verwendungszweck: Deutschland größtes Feuerwehrmuseum ist hier eingezogen. In Anwesenheit von Innenminister Lorenz Caffier und Vertretern der Stadt eröffnete vor mehr als 100 geladenen Gästen aus Politik, Kultur, Wirtschaft, Polizei, Technischem Hilfswerk und natürlich von der Feuerwehr selbst Hauptbrandmeister Uwe Rosenfeld als Museumsleiter die riesige Sammlung von 15 000 Exponaten.


Mit dem Internationalen Feuerwehrmuseum Schwerin e. V. das aus seinem bisherigen Domizil in Meetzen bei Gadebusch nach hier gezogen ist, beginnt für die Halle am Fernsehturm ein neues Kapitel ihrer Geschichte. An Besuchern wird wohl kein Mangel herrschen, denn die Sachzeugnisse aus allen Bereichen der Feuergeschichte erregen Neugier und vertiefendes Interesse.

Besonders die zahlreichen Original-Fahrzeuge und -anhänger - imposante Feuerlöschzüge - dürften vornehmlich junge Leute anziehen. Insgesamt 150 besitzt das Museum, das auch eine eigene Reparaturwerkstatt unterhält. Das Projekt angeschoben hatte Uwe Rosenfeld, seit mehr als 30 Jahren aktiver Feuerwehrmann und passionierter Feuerwehrhistoriker. Tausende Gegenstände trug er in Meetzen in einer ehemaligen Landmaschinenwerkstatt zusammen und zeigte sie dort seit 1995. Den 1500 Quadratmetern kamen 2004 weitere 500 hinzu, "doch auch das reichte nicht", sagt der Museumsleiter und Vereinsvorsitzende. "Zudem kann der Standort eines Internationalen Feuerwehrmuseums nur zentral in einer deutschen Landeshauptstadt sein, die über einen entsprechenden europäischen Bekanntheitsgrad verfügt. Und das ist mit Schwerin gegeben." Das Museumsarchiv umfasst gegenwärtig neben 120 Feuerwehrfilmen etwa 7500 Nachweise aus der Literatur sowie 11 000 Bilder und Dias, auch eine Philateliesammlung mit mehreren tausend Exemplaren. Besonderheiten sind originale Feuerordnungen von 1710 und 1733 sowie Dienstausweise von Feuerwehrausrüstern um 1880. Großflächig und übersichtlich soll alles in so genannten Ausstellungs-, Zeit- und Landesfenstern präsentiert werden. Eine spezielle Übersicht bietet die seit 2004 bestehende selbstständige Gruppe des Stadtfeuerwehrverbandes Schwerin: von den großen Stadtbränden über die Gründung der städtischen Feuerwehr 1866 bis zur heutigen Berufsfeuerwehr. Vor dem Umzug von Meetzen nach Schwerin wurden in der Halle am Fernsehturm Räume umgestaltet, Wände zurückgebaut und die Beleuchtung zweckentsprechend modernisiert. Fahrzeuge und Anhänger, die heute nicht mehr verkehrstüchtig sind, kamen auf Tiefladern zum neuen Stellplatz im Mueßer Holz. Die Nervosität vor der Eröffnung ist Vergangenheit. Nicht nur viele Besucher der BUGA dürften sicher auch einen Ausflug zum jüngsten Museum Schwerins ins Auge fassen. Jedenfalls wünschen sich das die Betreiber der Halle an der Hamburger Allee. Und wir tun's auch. Geöffnet ist dienstags bis sonntags von 10 bis 19 Uhr. ric

Bild: Innenminister Lothar Caffier, Uwe Rosenfeld, Dr. Wolfram Friedersdorff Bild: hl



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